Story - 14.02.2017 - Zwei oder vier Mark waren viel Geld

Wir sind in unserem Elternhaus wohlbehütet, aber auch frühzeitig gefordert, mit fünf Geschwistern (geboren zwischen 1943 und 1956) groß geworden Unser Vater war Bergmann und musste sehen, wie er die Familie mit seinem Lohn durchbrachte, denn unsere Mutter hatte genug mit Haus und Kindererziehung zu tun.

Um auch als Kinder etwas zum Familienunterhalt beizutragen, haben unser Bruder und wir mit elf – zwölf bis vierzehn Jahren in den Ferien im benachbarten Kloster „gearbeitet“. Das Koster, mit rund vierzig Möchen und Laienbrüder, waren Selbsversorger und unterhielten dazu eine große Landwirtschaft und einen großen Nutz - Gemüsegarten.

Dort haben wir in den Sommerferien meist im Gemüsegarten gearbeitet und Unkraut gejätet sowie ausgezupft, „machmal auch die jungen Möhren gegessen“, oder alles getan was uns Kindern zugemutet werden konnte. In den Herbstferien wurden die Kortoffeln geerntet und von uns aufgelesen. Es war kein Zwang – es war freiwillig und hat uns teilweise viel Spaß gemacht.

Für diese „Arbeit“ erhielten“ wir für den halben Tag zwei D-Mark und für den ganzen Tag (meist im Herbst) vier D-Mark. Außerdem erhielten wir kostenloses Essen im Kloster (war auch für die Familienkasse wichtig.
Aber auch für uns – im Kloster gab es schon „gute Butter und zu Hause nur Margarine“).

Mit unserem Verdienst in dieser Zeit waren wir froh zur Famlienkasse etwas beizutragen und unsere Eltern freuten sich über die fünfzig bis einhundert Mark im Monat die sie von uns zusätzlich hatten. (Es gab noch kein Kindergeld und unser Bruder musste im Gymnasium monatlich vierzig D-Mark Schulgeld zahlen.)

Wir haben frühzeitg gelernt, dass mann etwas tun muss um Geld zu bekommen und sich was „leisten“ zu können.

Es hat uns für unser weiteres Leben nicht geschadet – im Gegenteil.

Wir haben auch keinen seelichen Schaden oder „Knaks“ davongetragen.


Danke fürs Lesen.

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Friedel Mies

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