Story - 08.11.2016 - „Auf in den Kampf“!

Als Ältester von fünf Geschwistern mussten wir im April 1963 (1961 wurde die Mauer als innerdeutsche Grenze gebaut) unseren Wehrdienst in Sontra bei Bad Hersfeld antreten. Die ganze hessische Seite der „Zonengrenze“ wurde damals mit Soldaten und zum Teil neu erbauten Garnisonen zugelegt.

Zu dieser Zeit waren die Dörfer im Westerwald noch ziemlich geschlossen und nur wenige wussten wo Sontra oder Bad Hersfeld war.
Also sass die ganze Familie zusammen, unter dem Motto: „Der Junge muss zu den Soldaten und das auch noch bis nach Sontra bei Bad Hersfeld“, das war ja außerhalb jender Vorstellungskraft. „Hoffentlich passiert dem nichts und es gibt keinen Krieg“ (davon hatten die Eltern die Nase voll). Wahrscheinlich haben alle Familienmitglieder den „armen Jungen“ beweint.

Also setzen wir uns am 01. April in den Zug (ein Auto war in der Familie noch nicht vorhanden) um nach rd. 8 Stunden Zugfahrt (250 km) noch rechtzeitig zum befohlenen Dienst zu erscheinen. Eine Heimreise in der Zeit der Grundausbildung (3 Monate) kostete mit dem Zug in den Westerwald 42,40 DM, und es gab noch keine Freikarten seitens der Bundeswehr. Also sind wir in dieser Zeit nur einmal nach Hause gefahren, da dies mit einem Wehrsold von 69 DM monatlich nicht machbar war und unsere Familie, Vater Alleinverdiener, keinen „Zuschuss“ übrig hatte.

Heute ist die Welt zum Dorf geworden, man setzt sich morgens ins Auto, bedient das Navigationsgerät und fährt in 2 1/2 Stunden nach Sontra, macht dort eine berufliche Besprechnung von einer Stunde und ist zu Mittag wieder zurück.
Schöne „kleine“ Welt!

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